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21.04.2017

Indische Ordensschwestern in Bad Homburg

Drei Schwestern sind in der Kranken- und Altenpflege tätig

Schwester Chrislin (links) und Schwester Jophy sind die ersten Ordensschwestern, die in den Hochtaunuskliniken arbeiten. Foto: Jochen Reichwein

BAD HOMBURG - Drei  indische Schwestern des Ordens „Indian Sisters of Congregation of Mother of Carmel” arbeiten seit April in Bad Homburg als Pflegerinnen.  Zwei Ordensfrauen pflegen Patienten in den Hochtaunus-Kliniken,  die dritte Schwester ist im Alten- und Pflegeheim „Haus Luise“ beschäftigt. Die katholische Pfarrei St. Marien, Bad Homburg-Friedrichsdorf will der Schwesterngemeinschaft eine neue Heimat geben.  Dafür renoviert sie das Küsterhaus neben der Pfarrkirche St. Marien. Hier werden die Ordensfrauen ab Juni  leben und ihre Ordensniederlassung gründen, zu der im Herbst noch zwei weitere Schwestern dazu stoßen. Bis dahin wohnen sie in Schwesternzimmern der Hochtaunuskliniken in Usingen.

Dienst aus christlichem Geist 

Landrat Ulrich Krebst hat die Ordensleute in der Kapelle der Hochtaunuskliniken willkommen geheißen: „Wir freuen uns, Sie als Ordensschwestern in unseren Kliniken in Bad Homburg anstellen zu können. Ich schätze ihren Dienst aus christlichem Geist sehr“, so Landrat Ulrich Krebs. „Schon im Vorstellungsgespräch ist uns aufgefallen, dass die Schwestern ihrer Arbeit mit voller Hingabe und Leidenschaft nachgehen. Sie schenken Patienten viel Aufmerksamkeit, sind sehr engagiert und offen für Gespräche. Auch christliche Werte werden vermittelt, wenn Patienten dies gerne wünschen“, sagte Yvonne Dintelmann, die Pflegedirektorin der Hochtaunuskliniken.

Zeichen christlicher Nächstenliebe 

Mit dem Verwaltungsrat und dem Pfarrgemeinderat St. Marien freut sich Pfarrer Werner Meuer: „Die soziale Arbeit und insbesondere der Dienst an den Kranken ist bis heute eng mit dem Leben der Kirche verbunden. Als Pfarrei freuen wir uns daher, die Ordensschwestern in der Kurstadt aufnehmen zu können. Sie werden das christliche Leben in Bad Homburg bereichern und ein starkes Zeichen christlicher Nächstenliebe sein.“ 

Der Orden wurde 1866 in der südindischen Provinz Kerala gegründet und zählt zu den ersten indischen Ordensgemeinschaften für Frauen. Die Ordensmitglieder leben nach der Regel: „Durch ein Leben des stillen Gebetes und der Anbetung sowie durch Werke der barmherzigen Liebe für das Reich Gottes tätig sein!“  

Die Schwestern arbeiten vor allem in vier Bereichen - der Bildung, der Pflege, in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und an Berufsschulen. Die Gemeinschaft zählt heute rund 6.500 Schwestern in 20 indischen Provinzen und ist außer in Indien auch in Afrika, den USA, in Italien und auch in Deutschland tätig. Hier leben 45 Schwestern, deren Zentrale sich in Nürnberg befindet. (pm)