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Weltgebetstag der Frauen

Ökumenischer Gottesdienst in der Erlöserkirche
Weltgebetstag der Frauen
Weltgebetstag der Frauen
© Weltgebetstag der Frauen

Worauf bauen wir? Unter diesem Motto steht der Weltgebetstag der Frauen. Die Texte kommen in diesem Jahr von Frauen des pazifischen Inselstaats Vanuatu. In Bad Homburg wird der der Tag am 5. März um 18 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Erlöserkirche (Dorotheenstraße 1) begangen. Im Mittelpunkt steht der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 bis 27. Denn nur das Haus, das auf festem Grund stehe, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle bei Matthäus. Dabei gilt es Hören und Handeln in Einklang zu bringen: „Wo wir Gottes Wort hören und danach handeln, wird das Reich Gottes Wirklichkeit. Wo wir uns daran orientieren, haben wir ein festes Fundament – wie der kluge Mensch im biblischen Text. Unser Handeln ist entscheidend“, sagen die Frauen in ihrem Gottesdienst.

Ein Ansatz, der in Vanuatu in Bezug auf den Klimawandel bereits verfolgt wird. Denn die 83 Inseln im pazifischen Ozean sind vom Klimawandel betroffen, wie kein anderes Land. Die steigenden Wassertemperaturen gefährden Fische und Korallen. Durch deren Absterben treffen die Wellen mit voller Wucht auf die Inseln und tragen sie Stück für Stück ab. Stei­gende Temperaturen und veränderte Regenmuster lassen Früchte nicht mehr so wachsen wie früher. Zudem steigt nicht nur der Meeresspiegel, sondern auch die tropischen Wirbel­stürme werden stärker. Zudem gilt seit zwei Jahren in Vanuatu ein rigoroses Plastikverbot. Die Nutzung von Einwegplastiktüten, Trinkhalmen und Styropor ist verboten.

Auch hier in Deutschland will der Weltgebetstag in diesem Jahr für das Klima tätig werden. Im Gottesdienst wird Samen verteilt, der dazu beitragen soll, Lebensraum für Bienen zu schaffen und die Artenvielfalt zu erhalten. Im vanuatuischen Parlament sitzt keine einzige Frau, obwohl sich 15 im Jahr 2020 zur Wahl stellten. Frauen sollen sich „lediglich“ um das Essen, die Kinder und die Pflege der Seniorinnen und Senioren kümmern. Auf sogenannten Mammas-Märkten ver­kaufen viele Frauen das, was sie erwirtschaften können: Gemüse, Obst, gekochtes Essen und einfache Näharbeiten. So tragen sie einen Großteil zum Familieneinkommen bei. Die Entscheidungen treffen die Männer, denen sich Frauen traditionell unterordnen müssen. 60 Prozent in einer Studie von 2011 befragten 2.300 Frauen gaben an, dass ihr Mann schon einmal ge­walttätig geworden sei.

Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit: Zum Beispiel im pazifischen Raum, auch auf Vanuatu. Dort lernen Frauen sich über Medien eine Stimme zu verschaffen, damit ihre Sichtweisen und Probleme wahrgenommen werden.

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