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Vernichtung durch Arbeit

Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung über das KZ-Außenlager „Tannenwald" neben Schloss Kransberg
Vernichtung durch Arbeit
Vernichtung durch Arbeit
© Jordan Holiday auf Pixabay

Das KZ-Außenlager „Tannenwald" neben Schloss Kransberg steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung Hochtaunus am Donnerstag, 14. November. Um19.30 Uhr wird der Regionalhistoriker Bernd Vorlaeufer-Germer in der "Alten Pfarrscheune" der Katholischen Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer (Schloßstr. 1) über seine neueren Forschungsergebnisse zum Außenkommando „Tannenwald" des Konzentrationslagers Buchenwald (bei Weimar/ Thüringen) berichten. Dabei wird er sowohl auf die Funktion von „Tannenwald" - neben den gleichnamigen Hauptquartieren von „Reichsmarschall" Hermann Göring und „Reichsführer-SS" Heinrich Himmler im Schloss gelegen - eingehen, als auch auf einzelne Schicksale von Häftlingen.

Vor der Veranstaltung besteht um 19.15 Uhr die Möglichkeit, den Bunker zu besichtigen, dessen Eingang neben der Pfarrscheune liegt. Er ist einer von drei Bunkern, die am Anfang des Zweiten Weltkriegs von der Organisation Todt, einer paramilitärischen Bautruppe des Dritten Reichs, für die Zivilbevölkerung von Kransberg in die Seitenwände des Wiesbachtals gebaut wurden. Der Besuch ist kostenfrei.

In den vergangenen Jahren hat der Referent bereits die Ergebnisse seiner intensiven Forschungsarbeit über Orte in der östlichen Taunusregion vorgelegt, die im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielten. Die dabei vorgestellten Bauwerke und die Infrastruktur dieser Orte sind u. a. durch Zwangsarbeit von Häftlingen aus Konzentrationslagern entstanden. Dabei wurde auch das menschenverachtende Nazi-Programm der „Vernichtung durch Arbeit" eingesetzt.