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Sternstunde auf dem Römerberg

Kinder und Jugendliche beteiligen sich mit 260 Einsendungen an einer besonderen Challenge
Sternstunde auf dem Römerberg
Sternstunde auf dem Römerberg
© Reichwein/Bistum Limburg
© Reichwein/Bistum Limburg

Theresa hat ein Schiff gemalt, auf dem junge Menschen ein großes blaues Banner mit dem Titel "Europa" hochhalten, bei der kleinen Sophia steht die Familie einträchtig mit Masken vor Mund und Nase nebeneinander. Auf einem anderen Bild wölbt sich ein bunter Regenbogen über einem kleinen Boot mit rotem Segel, darunter steht ein Gebet. Aus diesen und vielen weiteren Kunstwerken setzt sich der große Stern zusammen, der auf dem Frankfurter Römerberg am Donnerstag, 11. Juni, für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat. Kinder und Jugendliche aus Frankfurt und dem Main-Taunus haben sich daran kreativ und engagiert beteiligt. Sie waren aufgefordert, sich künstlerisch mit ihren Erfahrungen in der Corona-Zeit und einem „Leben in Würde“ in ganz Europa auseinanderzusetzen.

© Reichwein/Bistum Limburg

Aus 260 Einsendungen hat ein gemischtes Team aus dem Bezirk Main-Taunus und der Stadtkirche Frankfurt, darunter die Vorstände der Bezirks- und Stadtversammlung, das große Symbol zusammen gelegt. Auch Bezirksdekan Klaus Waldeck kniet auf dem Pflaster und legt selbst mit Hand an. "Heute hätten wir hier eigentlich unseren Fronleichnamsgottesdienst gefeiert“, sagt der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz dem Team von der Hessenschau. Aber diese Sache sei auf ihre Art genauso wichtig, kirchlich und heilig. Hintergrund für die öffentlichkeitswirksame Veranstaltung mitten in der Stadt ist die Hilfsaktion, die von Bezirksreferent Matthias Braunwarth im katholischen Bezirk Main-Taunus ins Leben gerufen worden ist und die von der katholischen Stadtkirche Frankfurt mitgetragen wird. Unter dem Titel „Wir sitzen alle im selben Boot“ werden dabei gezielt Menschen in den „Hotspots“ der Corona-Pandemie in Nord-Italien, speziell in der Region der Erzdiözese Trento (Trient), unterstützt. Seit dem Start dieser Initiative im März dieses Jahres konnten bereits 38. 000 Euro an Spendengeldern generiert werden.

„Aktuell haben wir aber weiterhin eine ganze Reihe von Bedarfsanzeigen aus der Region, die wir (noch) nicht finanzieren können.“, berichtet Braunwarth und bekräftigt seine Absicht, die Hilfsaktion in jedem Fall fortzusetzen. Unter anderem würden 4000 FFP2 Masken, 40.000 Einweghandschuhe und kontaktlose Fieberthermometer benötigt.

Weitere Informationen zu dem Projekt unter https://t1p.de/yzf5.