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Sterbehilfe: Leid und Mitleid?

Online-Gespräch zu menschenwürdigem Sterben
Sterbehilfe: Leid und Mitleid?
Sterbehilfe: Leid und Mitleid?
© © Barcin / istockphoto

Leben und das Sterben gehören untrennbar zueinander. Dennoch ist unser Umgang mit dem Tod schwierig und in der Gesellschaft größtenteils tabuisiert. Was ist menschenwürdiges Sterben und haben wir letztlich ein Anrecht auf Sterbehilfe? Ein Urteil des höchsten deutschen Gerichts hat diese Fragen wieder in den öffentlichen Fokus gerückt und damit die Sterbehilfe-Debatte neu entfacht. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) bietet ein Forum zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema.

In einem Online-Gespräch am Montag, 19. April, von 18 bis 19 Uhr diskutieren dazu der Moraltheologe Franz-Josef Bormann (Mitglied des deutschen Ethikrates), die Theologin Anne Schneider und die Krankenhaus-Seelsorgerin Christine Walter-Klix (Hochtaunus-Kliniken Bad Homburg) mit dem Moderator Meinhard Schmidt-Degenhard. Auch Zuschauerinnen und Zuschauer sind eingeladen, ihre Fragen zu stellen.

Das Bundesverfassungsgericht forderte 2020 die Autonomie des Individuums und das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben ein. Die bisher geltenden gesetzlichen Regelungen wurden damit als verfassungswidrig beurteilt. Nun müssen Parlament, Politik und Gesellschaft um ethische Lösungen und letztlich um neue Gesetze zur Sterbehilfe ringen. Während die katholischen Bischöfe jegliche Form der Sterbehilfe konsequent ablehnen, mehreren sich in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Stimmen, die für ein differenziertes Umgehen mit der Frage der Sterbehilfe plädieren.

Die Kirchen sind herausgefordert, sich der breiten gesellschaftlichen Debatte und auch den unterschiedlichen Positionen der Gläubigen zu stellen. Die Fragen nach dem menschenwürdigen Sterben, nach Sterbebeistand oder Sterbehilfe betreffen letztlich uns alle.

Die Teilnahme an der Online-Gesprächsrunde ist kostenlos. Ihre Anmeldung bitte per E-Mail an keb.hochtaunus@bistumbistumlimburglimburg.de bis Freitag, 16.04.2021.

Genutzt wird das Videokonferenztool "zoom" (https://zoom.us). Sie benötigen dafür nur eine stabile WLAN-Verbindung an Ihrem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Bei Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink.

Das Online-Gespräch ist eine Kooperation der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) in den Bezirken Frankfurt, Hochtaunus, Main-Taunus und Limburg, Wetzlar, Lahn-Dill-Eder. Die Veranstaltung ist eingebettet in die ökumenische Woche für das Leben 2021. Diese steht unter dem Thema „Leben im Sterben“. Nachdem sie im vergangenen Jahr aufgrund des bundesweiten Lockdowns nicht stattfinden konnte, wird die Sorge um Schwerkranke und sterbende Menschen durch palliative und seelsorgliche Begleitung sowie die allgemeine Zuwendung thematisch erneut aufgegriffen.

Annette Krumpholz
Pressestelle der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg
Domplatz 360311Frankfurt
Tel.:069 8008718-453
 0160 3327279

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