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Selbstbewusste Frauen in der Kirche

Selbstbewusste Frauen in der Kirche
Selbstbewusste Frauen in der Kirche

Mit dem „christlichen Mütterverein“ hat es vor 100 Jahren angefangen: Am 3. Februar 1918 nahm Pfarrer Franz Schaller feierlich 82 Frauen auf – die Vereinsgründung war eine Reaktion auf die durch den ersten Weltkrieg entstandene Not. Die ersten Mitglieder unterstützten und stärkten sich im Alltag, monatlich gab es Andachten und religiöse Ansprachen. Ab 1932 trafen sich die Frauen neben festgelegten Terminen mit gemeinsamer Kommunion, Predigten und religiöser Unterweisung auch zu zwangloser Unterhaltung und jährlichen Wallfahrten. Die erste Elisabethenfeier, die bis heute zum festen Bestandteil des kfd-Jahres-Ablaufs zählt, fand 1936 statt.

Von den Nationalsozialisten wurde 1939 der „Verein christlicher Mütter“ verboten. Die Frauen fanden jedoch Wege, auch ohne die offizielle Verbandsstruktur ihre Gemeinschaftsmessen und Monatsversammlungen abzuhalten. Nach Kriegsende wurden die religiösen Feiern, die Heimatabende und Fahrten auf Initiative von Prälat Schwickert, Pfarrer in Kronberg und ab 1946 Präses der kfd, wieder aufgenommen.

Allmählich übernahmen die Frauen selbst die Gestaltung und erweiterten die Gemeinschaft durch den „Kreis junger Frauen“. Schwerpunkt wurde nach 1945 das soziale Engagement vor allem durch die Aktion „Pakete für die DDR“. Der Zentralverband der kfd wurde 1951 konstituiert, erstmals mit einer Frau an der Spitze. 1968 wurde schließlich aus dem Mütterverein die „kfd - Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands“.

Die Aufbruchstimmung des zweiten Vatikanischen Konzils stärkte auch das Selbstbewußtsein der Frauen. Fort- und Weiterbildungen wurden von Frauen besucht, Mandate in synodalen Gremien wahrgenommen, gesellschaftspolitisches Engagement gezeigt. Die kfd Kronberg bot Rhetorikkurse an, einen Besuch der Frauenhaftanstalt Preungesheim, die Frauen arbeiteten an einer Ausstellung zur Deutschen Frauenbewegung mit, Sammlungen und Transporte nach Polen wurden organisiert. 1981 erfolgte der Zusammenschluss mit der Schönberger Frauengemeinschaft.

Heute bestehen altersverschiedene Frauengruppen, die sich auch in gemeinsamen Projekten wie der ökumenischen Zusammenarbeit, für soziale und caritative Aufgaben, zu Fahrten und Feiern zusammenfinden. „Die kfd ist eine lebendige Gemeinschaft von Frauen in unserer Stadt und in unserer Kirche, in der sich Frauen stützen, helfen, einander beistehen und durch ein selbstgestaltetes inhaltliches Programm ihren Horizont erweitern“, sagt Maria Magnien, langjähriges Vereinsmitglied und im Vorbereitungsteam für das Jubiläumsprogramm aktiv. 

Die kfd ist mit rund einer halben Million Mitgliedern der größte katholische Verband und eine der größten Frauenorganisationen Deutschlands. Sie setzt sich für die Interessen von Frauen in Kirche, Politik und Gesellschaft ein.

Weitere Informationen zur Arbeit im Internet:

www.kfd-bundesverband.de/die-kfd.html

www.kfd-bundesverband.de/die-kfd/dioezesanverbaende/dioezesanverband-limburg.html

www.mariahimmelfahrtimtaunus.de/

Programm zum Jubiläum der kfd

  • Freitag, 2. März: Ökumenischer Weltgebetstag, 18.00 Uhr, Abendessen im Bischof-Muench-Haus, 19.30 Uhr Gottesdienst in St. Peter und Paul, mit der Band Maleachis
  • Montag, 5. März : Vortrag: Nach uns die Zukunft, 20.00 Uhr,  Gutes Leben gestalten - nachhaltig und gerecht, Mit Helga Klingbeil-Weber, kfd Bundesverband,             Stadthalle Kronberg, Berliner Platz
  • Dienstag, 6. März , Filmvorführung mit Sektempfang, 17.00 Uhr „Die göttliche Ordnung“, Kronberger Lichtspiele
  • Mittwoch, 7. März , Internationales Frauenfrühstück, 10.00 Uhr, Austausch für Frauen verschiedener Nationen. Musikalisch begleitet von Margarita Kopp (Sopran) und Grebneva (Klavier). Organisiert von der Gleichstellungsstelle der Stadt unter Mitwirkung der kfd in der Stadthalle Kronberg. Eine Kinderspielecke ist vorhanden.
  • Donnerstag, 8. März  Internationaler Frauentag mit Frauenpreisverleihung, 19.00 Uhr, Im Foyer der Stadthalle Kronberg stellen sich die Kronberger Frauenverbände vor, mit einem musikalischen Rahmenprogramm. Organisiert von der Arbeitsgemeinschaft der Kronberger Frauenverbände, dem Magistrat und der Gleichstellungsstelle der Stadt Kronberg.
  • Samstag,10. März     Halbtagesfahrt nach Bingen, 13.00 Uhr, Theateraufführung im Rupertsberger Gewölbekeller der Hildegardgesellschaft: „Das Leben der Hl. Hildegard mit ihrer Schwester und Jutta von Sponheim“ in den Hauptrollen des bekannten Ensembles Filia, Kosten: € 35,- pro Person, inkl. Busfahrt, Führung im Gewölbekeller, Theater und Abendessen mit Wein nach Art der Hl. Hildegard. Anmeldung: Johanna Michel, Tel. 06173-1231
  • Sonntag, 11. März      Festgottesdienst zum 100-jährigen Jubiläum, 11.15 Uhr, mit der Band Maleachis und Margarita Kopp (Sopranistin), Predigt: Gabriele von Erdmann, Kirche St. Peter und Paul, anschl. Imbiss und gemütliches Zusammensein im Bischof-Muench-Haus, Wilhelm-Bonn-Str.