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Küchentisch und Bett vor der St. Ursula-Kirche
Küchentisch und Bett vor der St. Ursula-Kirche
© Pfarrei St. Ursula

Küchentisch und Bett vor der St. Ursula-Kirche

© Pfarrei St. Ursula

Mit einem „Zimmer auf der Straße“ ist zum Brunnenfest in Oberursel auf die angespannte Wohnsituation aufmerksam gemacht worden: In einer gemeinsamen Aktion hatten der Caritasverband für den Bezirk Hochtaunus zusammen mit der Pfarrei St. Oberursel und der Stadt auf dem Vorplatz der St. Ursula-Kirche auf ungewöhnliche Weise das Thema „Wohnen“ aufgegriffen. Auf großes Interesse stieß auch die dazugehörige Talk-Runde. Rund 70 Zuhörer verfolgten das Gespräch auf dem Podium und brachten sich auch mit Fragen gezielt ein.

Auf dem Podium waren Bürgermeister Hans-Georg Brum und  Caritasgeschäftsführer Luger Engelhardt-Zühlsdorff im Gespräch mit wohnungssuchenden Familien, die erklärten, wie schwierig es sei, mit mittlerem Einkommen in Oberursel eine Wohnung zu finden. Auch Vertreter der Interessengruppe gegen die Verdichtung in der Freiherr-vom Stein Straße waren auf dem Podium. Die Leiterin von Caritas Pflege und Betreuung Hochtaunus, Edeltraud Lintelow, machte deutlich, dass zum Beispiel Pflegekräfte nur dort eingestellt werden können, wo es auch Wohnraum gibt. Ältere Menschen, die in großen Wohnungen lebten, fänden meist keine kleineren Bezahlbaren. Einige waren sich die Podiumsteilnehmer darin, dass es wichtig sei, bestehenden Wohnraum auch tatsächlich zu nutzen. Das sei allemal sinnvoller als neu zu bauen.

„Ein Zuhause für jeden darf in einem reichen Land wie Deutschland nicht Privileg sein, sondern Grundrecht“. Um diese Überzeugung geht es in der diesjährigen Caritas-Kampagne mit dem Titel „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“.