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Hilfe für Kinder in El Salvador

Hilfe für Kinder in El Salvador
Hilfe für Kinder in El Salvador

OBERURSEL. -  Knapp 10.000 Kilometer Luftlinie beträgt die Entfernung zwischen Oberursel und San Salvador. Doch gefühlt ist die Distanz sehr viel geringer zwischen dem Kinder-Projekt El Izote in der salvadorianischen Hauptstadt einerseits und dem Förderverein des Projekts, dem Kirchort St. Aureus und Justina und dem dortigen MEF-Ausschuss andererseits. Das unterstreicht der Deutschland-Besuch von Isabel dePaz, der Leiterin der Einrichtung. In dieser werden rund 50 Kindern zwischen 3 und 13 Jahren betreut, darunter knapp ein Drittel mit unterschiedlichen Behinderungen.  

Isabel de Paz stellt in den Wochen rund um Weihnachten ihr Projekt bei diversen Veranstaltungen in der Kirchengemeinde St. Ursula, in Oberursel und in der Ernst-Reuter-Schule II in Frankfurt vor, die gleichfalls zu den Unterstützern des Projekts gehört. So wird Isabel dePaz am 8. Januar um 20 Uhr im Georg-Hieronymi-Saal des Oberurseler Rathauses (Rathausplatz 1) über die aktuelle Situation der Kinder und Jugendlichen in El Salvador berichten. Sie lässt die Gäste teilhaben an deren Sorgen um Zukunft und persönliche Sicherheit, beschreibt, was Armut in El Salvador, wie schwierig es ist eine Schule zu besuchen und eine gute Ausbildung zu bekommen und wie das Überleben ist in einem von Angst, gegenseitigem Misstrauen und Gewalt bestimmten Staat in Mittelamerika.

Zwei Tage später, am 10. Januar, ist Isabel de Paz nach dem sonntäglichen Gottesdienst beim Gemeindetreff (ab ca 10.45 Uhr) im Gemeindezentrum von St. Aureus und Justina (Im Himmrich 3, Oberursel-Bommersheim) zu Gast. Dort wird sie von den aktuellen Entwicklungen mit den Kindern erzählen, die Ziele der pädagogischen Arbeit vorstellen, die Lage im Viertel erläutern, um der Gemeinde und den vielen Unterstützern einen Eindruck davon zu geben, wohin die Spenden gehen und wofür sie eingesetzt werden. Denn die Einrichtung kümmert sich gerade auch um jene, die vom System der staatlichen und privaten Schulen ausgeschlossen oder vernachlässigt sind.  

Zum Auftakt hatte Isabel dePaz quasi ein Heimspiel, denn in St. Aureus und Justina ist sie von früheren Besuchen gut bekannt und für ihre Arbeit sehr geschätzt. Das Eine-Welt-Cafe im Gemeindezentrum anlässlich des Weihnachtsmarkts im Stadtteil waren zugleich der geeignete Ort für  Gespräche und neue Kontakte, aber auch den Verkauf von Weihnachtskarten und ?geschenktüten, die die Kinder und ihre Mütter zusammen mit den Betreuerinnen mit viel Liebe gebastelt hatten. Die Eltern bemühen sich so, neben einem bescheidenen monatlichen Beitrag ihren Teil zur Unterstützung und Finanzierung des Projekts zu leisten. (Hans-Joachim Koch)