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Gewalt im Namen der Religion
Gewalt im Namen der Religion
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Gewalt im Namen der Religion

„Töten für die Wahrheit?“ Mit dieser provokanten Frage ist ein Vortragsabend mit Professor Dirk Ansorge von der Hochschule Sankt Georgen überschrieben. Er spricht am Donnerstag, 3. Mai, um 1930 Uhr im Bischof-Münch-Haus (Wilhelm-Bonn-Straße 4a) über Toleranz und den Absolutheitsanspruch monotheistischer Religionen. Zu dem Vortrag mit Gespräch lädt die Pfarrei Maria Himmelfahrt im Taunus ein.  

An der Schwelle zum 21. Jahrhundert scheinen die Völker eine zuvor unbekannte Welle  "religiös motivierter" Gewalt zu erleben. Hierfür wird besonders der Islam namhaft gemacht. Doch auch im Christentum und sogar im Judentum gibt es Formen religiöser Legitimierung von Gewalt. Schließt etwa der Glaube an einen einzigen Gott religiöse und weltanschauliche Toleranz aus? Neigen Monotheismen grundsätzlich zur Gewalt, weil sie sich jeweils auf eine Offenbarung beziehen, die keine weltanschauliche Vielfalt zulässt? Oder motivieren monotheistische Religionen nicht vielmehr zu Toleranz, da vor dem Angesicht eines einzigen Gottes jeder menschliche Wahrheitsanspruch immer nur vorläufig sein kann?

Der Eintritt ist frei.