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Einfach angefangen, bewusst weitermachen

Bistum Limburg veröffentlicht Aktionsplan mit neuem Kapitel
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David Heun, Generalvikar Wolfgang Rösch und Jochen Straub (v.l.n.r.) bei der Veröffentlichung des neuen Aktionsplans am 3. Dezember 2020 vor dem Bischöflichen Ordinariat in Limburg. © C. Wagner / Bistum Limburg

Anlässlich des „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung“ hat das Bistum Limburg am Donnerstag, 3. Dezember 2020, den überarbeiteten Aktionsplan „Zum Handeln gerufen“ veröffentlicht. Ergänzt wurde das 49-seitige Dokument um das Kapitel „Christlicher Glaube und Religion“ und das Vorwort von Bischof Georg Bätzing.

Der Aktionsplan unterstützt die volle und wirksame Teilhabe sowie das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung, indem er Visionen und Ziele aufgreift. 2015 hatte das Bistum Limburg als erste deutsche Diözese den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention veröffentlicht. „Aufgefallen ist uns, dass das Thema Glaube und Religiosität nach unserer Wahrnehmung zu schwach in der UN-Behindertenrechtskonvention vertreten ist. Diesem Thema räumen wir umso mehr einen festen Bestandteil unserer Arbeit ein und ergänzen ihn als 11. Punkt in unserem Aktionsplan“, schreibt Bischof Georg Bätzing in seinem Vorwort. Mit dem neuen Kapitel geht das Bistum Limburg damit weit über die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention hinaus.

Es gibt ein Recht auf Teilhabe in Kirche und Gesellschaft.

Jochen Straub, Leiter des Referats Seelsorge für Menschen mit Behinderung

„Für Christinnen und Christen ist die Teilhabe schon sehr lange aus dem Auftrag der Frohen Botschaft Jesu Christi deutlich: Jeder Mensch hat eine Würde. Jeder gehört mit seiner Würde dazu. Es gibt ein Recht auf Teilhabe in Kirche und Gesellschaft“, sagt Jochen Straub, Leiter des Referats Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg. „Dieses Engagement unterstützt auch Papst Franziskus mit seiner Enzyklika Fratelli tutti, deren ersten Teil wir in Leichte Sprache übersetzt haben“, so Straub.

Zahl der Engagements von 92 auf 322 gestiegen

Das Bistum hat in den letzten fünf Jahren bereits große Fortschritte im Bereich der Inklusion erzielt. Das zeigt ein Monitoring mit allen Dezernaten des Bistums aus diesem Jahr. Dabei wurde abgefragt, was die Dezernate und Abteilungen des Bistums in Bezug auf Inklusion anbieten oder umsetzen. Die Ergebnisse wurden im sogenannten „Engagementplan“, der bereits 2015 unter dem Titel „Ruf und antworten“ veröffentlicht wurde, ergänzt. Das Ergebnis: Die Zahl der Engagements ist innerhalb der letzten fünf Jahre von 92 auf 322 gestiegen ist. Mit ein Grund dafür ist, neben dem Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung, die 2017 initiierte Projektstelle Inklusion, die seit diesem Jahr eine Stabsstelle ist, sowie die Einrichtung des Inklusionsrats als Anlaufstelle für die Umsetzung des Aktionsplans.

„Die vielen Engagements verdeutlichen, dass wir auf einem sehr guten Weg zur gelebten und selbstverständlichen Teilhabe aller Menschen in unserem Bistum sind. Bis zum Ziel ist es aber noch ein weiter Weg“, sagt David Heun, Leiter der Stabsstelle Inklusion. Generalvikar Wolfgang Rösch befürwortet die gute Entwicklung im Inklusionsbereich: „Mit der Seelsorge für Menschen mit Behinderung und der Stabstelle Inklusion haben wir eine erfolgreiche Basis geschaffen. Jetzt gilt es, bewusst weiterzumachen. Inklusion verändert uns und bleibt weiterhin ein zentrales Thema im Bistum Limburg.“

Der Aktionsplan und der Engagementplan stehen auf der Webseite der Stabsstelle Inklusion zum Download zur Verfügung.

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