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Durch das Kreuz hindurch gehen

Durch das Kreuz hindurch gehen
Durch das Kreuz hindurch gehen
© Pfarrei St. Marien

Markant, tief- und nachgehend: So haben die Teilnehmer in diesem Jahr wieder die Gestaltung der Liturgie beim „Karfreitag anders“ in der Familienkirche Herz Jesu erlebt. Als intensive Erfahrung wurde vor allem die ungewöhnliche Kreuzverehrung empfunden: Es blieb nicht bei einer Kniebeuge oder Verneigung. Stattdessen hatte die vorbereitende Gruppe ein Kreuz so gestaltet, dass die Teilnehmer es durchschreiten konnten – jeder auf ganz persönliche Weise und in ganz persönlichem Tempo.

Eröffnet wurde die Kreuzverehrung durch den Blick auf die Schweigegebote des Evangelisten Markus. Das Besondere daran, so Pastoralreferent Görg-Reifenberg: Erst am Kreuz lasse Markus das wahre Wesen des Jesus aus Nazareth erkennen: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn“ (Mk 15,39)

Eine ganz persönliche Vertiefung fand dies in aktuellen Einschüben der Teilnehmer sowie im Gedicht der jüdischen Lyrikerin Hilde Domin: „Wir werden eingetaucht und mit den Wassern der Sintflut gewaschen. Wir werden durchnässt bis auf die Herzhaut…“

Der Predigt öffnete den Raum, die je eigenen persönlichen Erfahrungen von Kreuz und Leid mit der biblischen Botschaft und dem Text der Dichterin zu verbinden – und dann in der Kreuzverehrung ganz körperlich und gleichsam mit hoher spiritueller Tiefe zu erfahren.