Kategorien &
Plattformen

12. Taunus Solidaritätsgang 2019

Die Bezirke Hochtaunus und Main-Taunus unterstützen MISEREOR-Projekt
12. Taunus Solidaritätsgang 2019
12. Taunus Solidaritätsgang 2019
© Misereor

„Mach was draus: Sei Zukunft!“ Das Motto der Fastenaktion 2019 ist auch Motto des 12. Taunus-Solidaritätsgangs zu Gunsten von MISEREOR.

© MISEREOR

Er wird am Samstag, dem 23. März 2019, zahlreiche Christen und Interessierte aus dem Hochtaunus und dem Main-Taunus in einer Sternwanderung nach Königstein führen. Bereits zum zwölften Mal werden auf diese Weise Spenden für MISEREOR-Projekte erlaufen und weltweite Solidarität bekundet. Der Erlös kommt diesmal der Caritas San Salvador zu Gute. Das Projekt „Mein Lebensplan“ unterstützt junge Erwachsene aus El Salvador mit einem intensiven Coaching-Programm auf ihrem Weg zu Ausbildung, Studium oder der Gründung eines Kleinstunternehmens.

Von verschiedenen Startpunkten aus gehen die Teilnehmenden am 23. März 2019 unterschiedlich lange Strecken bis zum Ziel, der St. Angela Schule in Königstein. Eine Übersicht über Startpunkte-, Zeiten und Distanzen finden Sie hier. In Königstein beginnt um 15.15 Uhr der gemeinsame Abschlussgottesdienst.

Jeder Schritt zahlt sich in Euro und Cent für das Projekt aus, da Freunde, Bekannte und Unternehmen im Vorfeld als Sponsoren gewonnen werden und auf einer "Sponsorenkarte" zusagen, wieviel sie für jeden gelaufenen Kilometer spenden. Die "Sponsorenkarte" finden Sie hier. Unterwegs ist Zeit für Begegnung, Gespräch und Impulse an einzelnen Stationen.

Bei den Taunus-Solidaritätsgängen, zu denen seit 1997 alle zwei Jahre im Taunus eingeladen wird, sind bisher insgesamt über 330.000 Euro für MISEREOR zusammengekommen.
Aktualisierte Infos zum Projekt, Werbematerialien und Unterlagen zum 12. Taunus-Solidaritätsgang sowie Links zu MISEREOR finden Sie auf dieser Seite.

 

Wir laden Sie herzlich ein, den 12. Taunus-Solidaritätsgang auch im Vorfeld werbend zu unterstützen. Legen Sie in Ihrem Verein, in Ihrer Kommune und Pfarrei die Infomaterialien aus! Sie können diese auch in gedruckter Form von uns erhalten, wenn Sie uns eine Nachricht zukommen lassen.  Mit dem Plakat können Sie auf den Startpunkt und -Zeit in Ihrer Nähe, wie sie in der Übersicht vermerkt sind, hinweisen.

 

Karla Marcela VIDES MEDRANO zu Gast im Taunus

© MISEREOR

Karla Marcela Vides Medrano wurde 1996 in San Salvador, El Salvador geboren. Sie hat sich in der Jugendpastoral engagiert und dazu auch eine Fortbildung absolviert. Ihr Abitur machte sie an einer beruflichen Handelsfachschule mit Schwerpunkt Buchführung. 2017 hat sie an der National-Universität von El Salvador ihr Studium der Sozialarbeit begonnen. Mittlerweile wird sie sogar mit einem kürzlich vom Staat eingeführten Stipendium unterstützt. Seit September 2018 lernt Marcela Vides zusätzlich die salvadorianische Gebärdensprache.    

Sie lebt mit ihrer Schwester Blanca und ihrer Mutter in einem kleinen Häuschen in einem Arbeiterviertel in einer Vorstadt von San Salvador. Ihr Vater, der in die USA ging, unterstützt die Familie nicht mehr finanziell, nachdem Marcelas Mutter anfing, Jura zu studieren und ihre älteste Tochter zum Abitur angehalten hatte.

Marcela Vides hat in dieser schwierigen Lebenssituation 2016 an dem Kurs „Mein Lebensplan“ der Caritas San Salvador teilgenommen, bei dem es um Fähigkeiten für das Leben, Beschäftigung und Unternehmertum geht. Nun ist sie neben ihrem Studium als Freiwillige im Projekt tätig. Durch die Teilnahme an „Mein Lebensplan“ fand sie die nötige Unterstützung und den Mut, um sich weiterhin für ihren Traum einzusetzen, zu studieren und sich eine Zukunftsperspektive aufzubauen, als sie zunächst keinem Studienplatz in ihrem gewünschten Fach Sozialarbeit bekam. Sie finanziert ihr Studium mit einem mobilen Nagelstudio, das sie sich von dem Startkapital für Kleinunternehmer des Projekts kaufte und mit dem sie in ihrer Nachbarschaft unterwegs ist.

„Wir sind alle gleich viel wert“, ist eine ihrer wichtigsten Lektionen, die sie aus „Mein Lebensplan“ mitgenommen hat.

Sie möchte der Macho-Kultur und dem Klassismus in ihrer Heimat etwas entgegensetzen. Weil ihr das Projekt so viel Motivation und Unterstützung gegeben hat, will sie dasselbe anderen Jugendlichen weitergeben. Dabei hat sie ganz besondere Erfahrungen gemacht, wie mit einem jungen Mädchen, das sich beim Abschluss bei ihr bedankte und sagte: „Jetzt weiß ich, dass ich als Mensch etwas wert bin, und ich werde nicht mehr glauben, wenn man mir sagt, dass ich Abschaum sei“.

Für Marcela Vides ist es sehr erfüllend zu sehen, dass die Jugendlichen ihre Ziele erreichen, wie z. B. eine technische Ausbildung zu machen, eine Anstellung zu finden oder unternehmerisch tätig zu werden. Darin liegt ihre Motivation für die Unterstützung des Projekts, denn sie glaubt an die salvadorianische Jugend und an deren Fähigkeit, weiterzukommen, auch wenn die Gesellschaft die Jugendlichen meist als kriminell abstempelt.